Die Augsburger Allgemeine resümierte im August nach der jüngsten bayerischen Landtagswahl: „Die Grünen wollten zweitstärkste Kraft in Bayern werden. Obwohl es lange danach aussieht, bleibt am Ende nur Rang vier.“ Rund acht Wochen später glänzt Katharina Schulze, die grüne Spitzenkandidatin und Wahlverliererin mit ungebrochenen Ambitionen „auf Höheres“, gewohnt selbstbewusst und in gewohnt lauter Manier im bayerischen Landtag:

„Wir Grüne sind Impulsgeberin und Kontrollorgan. Und weil wir unsere Arbeit ernst nehmen, sind wir Regierungsfraktion im Wartestand.“

Die anwesenden Kollegen anderer Fraktionen im Plenarsaal reagierten mit spontanem Applaus und herzhaftem Lachen. Die irritiert, fast fassungslos wirkende Schulze toppte ihre realitätsferne Wahrnehmung, nach 3,2 Prozent Stimmverlusten für ihre Partei, dann mit der Folgebemerkung:

„Sie brauchen da gar nicht zu lachen, ich meine das ernst.“