Deutschland tritt in die „Alarm“-Phase seines Gasnotfallplans ein. Aus Regierungskreisen erfuhr die dpa, dass der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck heute Morgen, am Tag der Eröffnung des europäischen Gipfels in Brüssel, die zweite von drei Phasen des Notfallplans einleiten wird, um die durch die Ukraine-Krise verursachten Preiserhöhungen zu begrenzen.

Die erste Phase, die Frühwarnphase, wurde Ende März ausgelöst, als der Kreml die Bezahlung von Gas in Rubel forderte, was auf eine erhebliche Verschlechterung der Versorgung hindeutete. Die zweite Phase, die „Warnphase“, sieht eine erhöhte Nachfrage oder Probleme mit der noch gesicherten Versorgung voraus. Der dritte Begriff „Notfall“ bedeutet, dass die Versorgung nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken.

„Wir befinden uns in einer Gaskrise, Gas ist jetzt eine knappe Ressource“, sagte der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck, als er die Aktivierung der Alarmstufe des deutschen Gasnotstandsplans ankündigte, die das Land aufgrund der Unterbrechung der russischen Lieferungen einer Rationierung näher bringt.