Über den Begriff „Menschen mit Nazihintergrund“ versuchen einige Aktivisten, ein anderes Wort für Terroristen, nun offenbar, die sogenannte Nazi-Keule pauschal gegen die angestammte deutsche Bevölkerung und auch gegen die jüngere Generation zum Einsatz zu bringen.

Die Künstlerin Moshtari Hilal und der Essayist Sinthujan Varatharajah haben auf Instagram ein Video namens „Nazierbe, Kapital und Rassismus in Deutschland“ veröffentlicht, in dem sie belegen wollen, „wie irreversibel die Nazifizierung Deutschlands“ sei. Aus Sicht von Hilal könne es keine Entnazifizierung geben, weil es „nicht bestimmte Gruppen an sich betrifft, sondern ein Volk, mehrere Generationen von Menschen, die auch lange nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, die Kinder und Enkelkinder haben …“

So schreibt die Zeit:

Vor gut drei Wochen haben die Künstler*innen Moshtari Hilal und Sinthujan Varatharajah auf Instagram über Kontinuitäten von Kapital aus der NS-Zeit diskutiert. Besonders der von ihnen geprägte Begriff „Menschen mit Nazihintergrund“ hat seitdem im Feuilleton und in sozialen Medien einige Abwehrreflexe provoziert. Offensichtlich haben Hilal und Varatharajah einen wunden Punkt getroffen.

Hilal und Varatharajah sehen sich tagtäglich von Alltagsrassismus, von rassistischen Anschlägen und Fragen der Zugehörigkeit und des Deutschseins ausgesetzt und somit diskriminiert.

Ebenfalls als Reaktion auf das Video zum „Nazierbe“ veröffentlichte Mateja Meded in der „Berliner Zeitung“ einen Gastbeitrag mit dem Titel „Nazi-Enkel:innen haben die Verantwortung, sich selbst zu enterben“. Die Schauspielerin greift darin den Begriff „Menschen mit Nazihintergrund“ auf und bescheinigt den Videomachern, die gleiche Arbeit gemacht zu haben, „die meine Familie und viele andere Familien mit Migrationsvordergrund in Deutschland zu machen verdammt sind: die Almans von dem braunen Dreck zu befreien.“

Da stellt man sich doch mal nicht nur die Frage der Neiddebatte, sondern vor allem: wie wäre die Bezeichnung für Menschen aus dem Orient mit Vergewaltiger- oder Kinderfickerhintergrund, für Afrikaner mit Sklavenhintergrund?

Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass, wenn man auf Herkunfts(hintergründe) reduziert wird, sich dieser Hintergrund zur einem kulturellen Bewusstsein formiert und dieses gepflegt wird, zumindest in europäischen Breiten, also nicht wundern, wenn die heilige römische Inquisition wieder eine neue Hochzeit erlebt und Menschen mit Nazihintergrund nicht nur den römischen Gruß wieder einführen.

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