Völlig unbemerkt von den Qualitätsmedien, die sonst gerne Jahrestage von rechten Anschlägen feiern, war gestern der 17te Jahrestag der Anschläge von Madrid. Muslime hatten 10 Bomben zur Detonation gebracht, 195 Menschen ermordet und über 2000 verletzt.
Am frühen Morgen des 11. März 2004 explodierten nacheinander zehn Sprengsätze in vier Zügen, die in Richtung des Madrider Stadtzentrums unterwegs waren. Drei weitere, in Reisetaschen versteckte Sprengsätze detonierten nicht und konnten von den Sicherheitskräften unschädlich gemacht werden. 191 Menschen starben bei den Anschlägen, mehr als 1.800 wurden verletzt.

Ein weiterer geplanter Anschlag auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Sevilla in der Provinz Toledo konnte im Zuge der Ermittlungen am 2. April vereitelt werden. Nur einen Tag später führte eine Spur die Ermittler nach Leganés, wo sich sieben Verdächtige in einer Wohnung aufhielten. Als die Beamten die Wohnung stürmen wollten, sprengten sich die Männer in die Luft. Neben den Terroristen kam dabei auch ein spanischer Polizist ums Leben. Bei der Untersuchung der zerstörten Wohnung wurden Hinweise auf einen weiteren geplanten Terroranschlag im April 2004 gefunden.

Drei Jahre nach den Anschlägen begann am 15. Februar 2007 der Prozess gegen 28 Verdächtige. Am 31. Oktober 2007 wurden 21 von ihnen verurteilt, sieben freigesprochen. Drei der acht Hauptangeklagten erhielten als unmittelbare Täter oder Sprengstoffbeschaffer Haftstrafen von bis zu 43.000 Jahren. Mit diesen extrem hohen Haftstrafen sollte das Ausmaß der Taten symbolisiert werden. Da es in Spanien keine lebenslange Freiheitsstrafe gibt, bleiben die Verurteilten aber höchstens 40 Jahre in Haft.

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