Von Robin Renitent
Als mein Vater 1993 sein Bundesverdienstkreuz 1. Klasse bekam habe ich mich natürlich gefreut. Nach der Feier sind wir spachteln gegangen, ein ausgesuchter Kreis von Freunden und Kollegen. Aber so richtig beeindruckt war ich nicht. Vor meinem geistigen Auge sah ich nämlich all die Gurken die auch die Blechmarke bekommen hatten.
Auch mein Vater, völlig frei von Eitelkeiten, nahm das Kreuz nicht ernst, nicht wirklich. Im Gegensatz zu Kollegen, die vor Freude fast platzten und es bei jeder Gelegenheit trugen, hängte es es sich nur einmal an: An sein Nachthemd, Sylvester, als wir eine Übertragung barbusiger Schönheiten aus dem Moulin Rouge im Fernsehenh sahen. Danach verschwand es in den Tiefen seines Schreibtisches und ward nie wieder gesehen.
In den Jahren danach haben so viele Vollpfosten das Kreuz bekommen, Antisemiten und Israelhasser ganz vorne mit dabei, Lügner, Hehler und Kriminelle. Das hat den Preis für die wirklich „Guten“ maßlos entwertet. Wenn ich könnte und es Sinn machen würde, würde ich den Preis meines Vaters posthum zurückgeben.
Nun soll Tugce Albayrak den Preis bekommen. Zunächst: Es gibt kaum etwas, was mich so erschüttert wie der sinnlose Tod junger Menschen in einem Nichtkriegsland wie Deutschland. Und diese junge Türkin hat meinen tiefsten Respekt. Ja, es ist richtig, daß es eine Initiative gibt ihrer zu Gedenken. Was für ein wundervolles Mädchen.
Aber hat sie es wirklich verdient ein Bundesverdienstkreuz zu bekommen, also eine Blechmarke, die auch denen umgehängt wird, die diese Misere zu verantworten haben? Die persönliche Schuld an den Zuständen in Deutschland haben? Ich denke nein. Inzwischen ist das ein Sudelpreis, der ihr heldenhaftes Verhalten besudelt und den, der es verliehen bekommt, entehrt.
Und dann auch diese Ungerechtigkeit: Jetzt wird jeder Trauernde und Anteilnehmende akribisch gezählt und man verkündet freudestrahlend: 100 000 Petitionsunterzeichner.
Als Daniel Siefert unter ganz ähnlichen Umständen zu Tode getreten wurde, da haben die Offiziellen jeden, der Anteil genommen hat, diskreditiert. Da konnte seine Mutter kaum das Geld für einen Sarg zusammenkratzen.
Es ist diese politisch gewollte Ungleichbehandlung von Opfern. Und es ist andererseits eine Aufwertung von Tätern wenn am Ende eine Verurteilung wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ von durchschnittlich 3-6 Jahren dabei herauskommt. Ein 18jähriger Täter ist dann mit 19 – 24 wieder frei. Frei sich zu bewegen, nicht BEFREIT von seiner Aggressivität. Unsere Justiz hätschelt tickende Zeitbomben.
Und dann: Das Bundesverdienstkreuz vielleicht, nee ganz sicher, verliehen von einem Gauckler? Einem Mann der sonst dem Islam und seinen aggressiven Vertretern bei jeder Gelegenheit appeasent in den Arsch kriecht?
Wenn ich Vater Albayrak wäre, würde ich das Blechding postwendend zurücksenden. (Porto bezahlt Empfänger!) Und wenn ich Muttrer Siefert wäre würde ich mich demonstrativ neben der Familie Albayrak aufbauen. So, daß ich auf jedem Pressefoto zu sehen bin.
Dezember 6, 2014 at 7:35 pm
Gratulation, Robin, für Deinen bärenstarken Artikel. Gerne würde ich auch auf Deinem Blog gratulieren, so ich doch nur dieser Kommentar-Funktion gewachsen wäre.
Dezember 3, 2014 at 12:29 am
Schonsdorf – identifizieren Sie sich eigentlich mit dem Müll, der unter dem Link ausgekippt wird ? Offensichtlich…sonst hätten Sie ja wohl nicht von dort kopiert und das als Ihre eigene Meinung hier veröffentlicht.
Dezember 3, 2014 at 12:16 am
Brockenteufel…was für ein erbärmlicher, menschenverachtender Kommentar! Eine junge Frau ist von einem ausrastenden Schläger niedergeschlagen worden – und da es Südländer (Türken sind Südländer?) unter sich sind, haben Sie nur wenig Mitleid mit der Verstorbenen? Hätte sie deutsche Mädchen verteidigt, wäre eine Ehrung angebracht, bei möglicherweise Mädchen mit türkischen Eltern nicht? Ihre Mutmaßungen und Unterstellungen sind einfach nur dämlich.
Über die Vorgänge vor der Toilette wissen wir gar nichts, ebensowenig über die Nationalität der Mädchen (derzeitiger Stand). Deswegen ist Tugce sicher keine Heldin, weil sie ein paar hormongesteuerte Jugendliche zurecht gewiesen hat – anerkennenswerte Zivilcourage dürfte es in jedem Fall sein.
Auch das Geschehen auf dem Parkplatz macht sie nicht zur Heldin, sicher aber zum Opfer eines gewalttätigen Jugendlichen, der auf Grund seiner Vorgeschichte schon längst hätte weg gesperrt werden müssen. Was zum Teufel hat die junge Frau geritten, als sie trotz der Pöbeleien auch noch auf den Schläger zu ging, obwohl seine Aggression ja deutlich war?
Tugce hat sich im Lokal nicht in Gefahr gebracht, als sie schlichtend die Mädchen verteidigte; das ist lobenswert, aber keine Heldentat.
Das ist auch der Unterschied zu Brunner (Brummer?), der der Gefahr ins Auge sah und dennoch sich nicht zurück zog. Der Mann hat sich geopfert und m.W. auch posthum das Bundesverdienstkreuz erhalten.
Tugce hat wahrscheinlich unten im Keller alles richtig gemacht, auf dem Parkplatz später aber gab es keine Zivilcourage mehr zu zeigen – hier wäre es klüger gewesen, den Parkplatz zu verlassen.
Tugce ist ein unglückliches Opfer eines ausgerasteten, in seiner Männlichkeit getroffenen Schlägers geworden – möge sie in ehrenvoller Erinnerung bleiben, wie so viele, die Opfer von solchen Typen sind.
Das Schlimmste, was den Eltern und Freunden von Tugce jetzt passieren kann – sie selbst kann das nicht mehr verfolgen – , wäre eine Aussage der beiden Mädchen, dass der Streit eine ganz banale Bedeutung hatte, Tugce den Schläger aus nichtigem Anlass auch noch gereizt hätte. Das würde wahrscheinlich für die Eltern den Verlust des letzten Sinnes von Tugces Tod bedeuten…
R.I.P.
Dezember 2, 2014 at 8:21 pm
Hat dies auf rechtsoben rebloggt.
Dezember 2, 2014 at 8:16 pm
Ich wußte das nicht. Und da ich sehr pro-israelisch bin und dort auch leidenschaftlich gerne bin, hätte ich für ihre Haltung kein Verständnis. ABER;
Erstens ging es mir um die Ungleichgewichtung der Opfer, dargestellt am Beispiel Daniel Siefert.
Zweitens finde ich das Bundesverdienstkreuz entwertet, siehe Artikel.
Drittens habe ich Kinder in etwa dem Alter und da sei mir etwas Empathie gestattet. Kein junger Mensch muß sinnlos sterben.
Viertens finde ich die Reaktionen der Politik idiotisch:
OCH SON QUATSCHKOPP – HEIKO MAAS (SPD)
Widerspricht ja aller menschlichen Erfahrung was der Schnösel behauptet. Erst die Einsicht, daß klauen zu Strafen führt und Strafen in einem Register auftauchen und ein schlechtes Register mir Chancen verdirbt, haben mich vielleicht vom Klauen abgehalten. Später kam mein libertär begründeter Respekt vor dem Eigentum dazu.
Wenn also solche Verbrecher wie dieser Zuschläger mit, sagen wir 500 Stockschlägen bedacht und anschließend 7 Jahre in einem Steinbruch ackern müßte, anstatt 3 Jahre in einer Zelle mit TV zu sitzen, dann hätte das schon einen heilsamen Effekt. Und seine Idiotenkumpels dürfen am Wochenende an den Zaun und ihm bei Ackern zusehen. Sowas heilt. GARANTIERT!
„“Wer glaubt, mit härteren Strafen solche Verbrechen zu verhindern, ist auf dem Irrweg“, sagte er am Rande einer SPD-Regionalkonferenz am Montagabend in Neumünster (Schleswig-Holstein). Notwendig sei insgesamt mehr Zivilcourage der Bürger.Je mehr Menschen Zivilcourage zeigten, desto unwahrscheinlicher dürfte es werden, dass solche Gewalttaten wieder passierten, meinte Maas.“
So ein Heuchler !!!
Dezember 2, 2014 at 5:33 pm
Ich habe auch wenig Mitleid mit der Tugce. Südländer werden von Südländern (Serben) attackiert, das interessierft mich nicht!
Wenn es wenigstens deutsche Mädchen gewesen wären, denen sie zu Hilfe gekommen ist, dann wäre der Orden noch einigermaßen angebracht – ich weiß es nicht, und man erfährt auch nichts über diese „bedrängten Mädchen“. Aber für Tugce ist wahrscheinlich „Blut dicker als Wasser“ , also werden es wohl türkische Mädchen gewesen sein, denen sie da zu Hilfe gekommen ist.
Bei deutschen Mädchen, wäre diese „Zivilcourage“ von ihr nicht geleistet worden.
Wie sieht das eigentlich mit dem 2008 von „Kulturbereicherern“ totgeprügelten Manager Brummer aus München aus, hat der jemals posthum diesen Orden beommen? Ich glaube nicht, denn er war ja ein Deutscher!
Dezember 2, 2014 at 9:50 am
Für mich ist nicht die Frage, Bundesverdienstkreuz ja oder nein, sondern wie sich unser oberster Kriegshetzer sofort damit in die Öffentlichkeit drängte, obwohl die näheren Umstände der Tat genausowenig ermittelt waren, wie das vergangene soziale Verhalten von Tugce Albayrak. In Anbetracht seiner vergangenen öffentlichen Äußerungen bezüglich „Am deutschen Wesen muss die Welt genesen, wenn nötig auch mit Militär“ und seine überhebliche Einmischung in die türkische Innenpolitik hat er sich mal wieder selbst diskreditiert. Vielleicht wollte er wegen letzterem wieder etwas von dem zerschlagenen Porzellan zusammenflicken? Seine Selbstverliebtheit steht einem Rücktritt leider im Wege. Seine zwei Vorgänger zeigten wenigsten hier noch Rückgrat.
Dezember 2, 2014 at 6:44 am
Das ist die Facebook-Seite der vom Serben getöteten türkischen Studentin Tugce
Albayrak. Sie war durch und durch eine Israelhasserin. Sie verherrlichte die Türkei
Sie wollte, dass eine HM-Verkäuferin „sofort“ entlassen wird, weil sie ihre Arbeit gemacht hatte, und eine türkische Kundin zurechtgewiesen hatte, dessen Kind mit der Hand über die Kasse fuhr.
Sieht euch selber die Webseite an, und entscheidet erst dann, ob ihr um diese Frau trauern wollt. Sie wollte Lehrerin werden, um unsere Kinder zu unterrichten, aber sie selber zeigte nur Interesse für die Türkei. Es findet sich nichts auf ihrer Webseite, was zeigt, dass sie irgendeine Empfindung für Deutschland oder das deutsche Volk gehabt hätte. Sie verherrlichte den türkischen Nationalstaat, sie war eine Türin mit Herz und Seele. Für Deutschland hatte sie nichts übrig.
http://www.kybeline.com/2014/11/29/die-facebook-seite-der-verstorbenen-tugce-albayrak/#more-58245