Kaum ein Thema wird derzeit kontroverser diskutiert als die Zuwanderung aus den EU-Staaten Rumänien und Bulgarien. Seit Anfang des Jahres dürfen die Bürger aus diesen Ländern vollkommen legal in Deutschland arbeiten. Der Fokus der Debatte lag jedoch vor allem auf der Frage, ob sie Sozialleistungen beanspruchen dürfen.

Nach Ansicht des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln sollte sie jedoch auf den Aspekt Qualifikation gelenkt werden.

So kommt man zu dem Schluss, sie trügen dazu bei, den Fachkräftemangel in Deutschland einzudämmen. Zum Teil seien die Zuzügler sogar besser qualifiziert als die einheimische Bevölkerung. So besitzen laut der IW-Untersuchung knapp 25 Prozent der erwachsenen Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien einen akademischen Abschluss.

Besonders positiv für die Innovationskraft der Bundesrepublik wirke sich aus, dass rund zehn Prozent aller erwachsenen Zuwanderer Hochschulabschlüsse in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) verfügen.

Die IW-Forscher weisen darauf hin, dass Deutschland im Wettbewerb um ausländische Fachkräfte noch Nachholbedarf habe. Es gelte, eine Willkommenskultur zu etablieren. Ferner müssten Zuwanderer bereits in ihren Heimatländern mit Informations- und Qualifikationsangeboten unterstützt werden.

Wenn die IW-Forscher „Fachkräfte“ direkt in ihren Heimatländern „abwerben“ lassen wollen, dann entziehen sie den armen östlichen Nachbarn die Fachkräfte, und haben sich die IW-Forscher schon mal darüber Gedanken gemacht, dass sie damit diese Länder ausbeuten und hindern wirtschaftlich am Abgrund zu halten.

Allerdings ist die andere Frage die, warum ist eine Debatte über den Mindestlohn notwendig, wenn „Fachkräftemangel“ herrscht. Erhöhen sich nicht eher die Löhne, wenn es tatsächlich einen Fachkräftemangel gäbe?
Und warum arbeitet jeder zehnte Akademiker für weniger als 9,50€ die Stunde? Wozu benötigt man ausländische „Fachkräfte“ wenn man davon selber einen Überschuss und für sie keine Arbeit hat?

Es dient eher alles der weiteren Senkung der Reallöhne und der Zerstörung des Sozialsystems, um in Zukunft nicht nur staatliche Hilfen an Bedürftige, sondern auch Renten einzusparen.