Auf dem Flughafen Hannover begrüßte Innenminister Friedrich, am Mittwoch, die erste Gruppe von insgesamt 5000 Flüchtlingen. Erster Aufenthaltsort ist das Grenzdurchgangslager Friedland, nach etwa 14 Tagen werden die Menschen auf die Bundesländer verteilt.

Unterdessen forderte der Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Trittin, die Aufnahme von mehr Flüchtlingen aus Syrien in Deutschland. „Als erstes sollte Deutschland allen hier lebenden Syrern erlauben, ihre Verwandten nach Deutschland zu holen. Damit könnten schon einmal 50.000 kommen“, sagte Trittin. Dies könne nur ein erster Schritt sein. „Als größtes Land in der Europäischen Union sind wir verpflichtet, die meisten Flüchtlinge aufzunehmen“, fügte Trittin hinzu.

Doch Trittin ist mit seinen Forderungen nicht alleine. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat die unbegrenzte Aufnahme von syrischen Flüchtlingen gefordert. „Angesichts der katastrophalen humanitären Situation vor Ort sollte Deutschland die Grenzen für Syrer permanent und ohne jedes Limit nach oben öffnen. Selbst Zentausende aufzunehmen, ist noch zu wenig“,  sagte Mazyek. „Die meisten Syrer, die hierher kommen, sind hochmotiviert und etwa als Ärzte und Ingenieure bestens qualifiziert. Wer ein reguläres Asylverfahren durchläuft, sollte sofort eine Arbeitserlaubnis  für Deutschland erhalten.“ Die Flüchtlinge seien „eine Bereicherung für unser Land“, betonte der Vorsitzende des Islamverbands.

In Bad Soden soll in einem guten Wohngebiet ein Asylcontainer aufgestellt werden. Einige Bürger wehren sich dagegen, da sie Angst vor Kriminalität und um den Wert ihrer Immobilien haben.

Ein Anwohner, ein Polizist, hat einen „Hetzbrief“  geschrieben.  Der Beamte,Markus T., Mitglied einer Sondereinheit, empört sich in einem Schreiben an den Bürgermeister Norbert Altkamp  über die Absicht,  neben der neuen Grundschule Asylbewerber unterzubringen.

„Welche Toleranzromantiker, abgesehen von Rot-Grün, werden diesem Irrsinn zustimmen?“ Der Beamte greift speziell Sinti und Roma an, fragt, was „diese Menschen psychisch bei einer gesellschaftlich intakten Bevölkerung anrichten“ können, fordert Altenkamp auf, die Menschen darauf vorzubereiten, dass „die Kleinkriminalität steigen“ werde sowie „Einbrüche in Wohnungen, Keller und Kraftfahrzeuge, Diebstähle und Belästigungen“ die Folge sein würden. Der Rathauschef solle durch das „Frankfurter Bahnhofsmilieu fahren“, dort werde er „den Typ Mensch finden, der unsere Stadt heimsuchen wird“.

Für den Grünen-Fraktionschef Albrecht Kündiger steht der „unsägliche Brief des Polizeibeamten“ für eine „schlimme Entwicklung“. „Wir müssen Farbe bekennen und eine Willkommenskultur schaffen. FDP-Chefin Bettina Stark-Watzinger, im Ausschuss: „Wir haben unschöne E-Mails bekommen.“ Wegen der Vorkommnisse in Berlin-Hellersdorf ist die Sensibilität für Ausländerfeindlichkeit gewachsen. In diesem Zusammenhang fordert Sozialdezernent Hans-Jürgen Hielscher (FDP) „Rückgrat, wenn örtlich die Abwehr von Fremden betrieben wird.“

Ja, wenn das so ist und nur Fachkräfte in das schönste Land, mit der hysterischen Verantwortung der gesamten Welt gegenüber, kommen, dann sollte in Deutschland bald der Wohlstand und die Sozialsysteme wachsen.