In Deutschland wächst die Zahl der Wahlberechtigten mit ausländischen Wurzeln. Das hat auch die CDU erkannt. Sie ist überzeugt, dass viele Migranten konservative Werte vertreten – und will nun offensiv um sie werben.

„Schwarz-Gelb“ ruft der eine. „Schwarz-Grün“ flüstert der Zweite. „Schwarz-Rot“ wispert die Dritte. Während sich draußen alle Welt den Kopf über Koalitions-Farbenspiele für den Herbst 2013 zerbricht, wird im Konrad-Adenauer-Haus gerade mit voller Kraft ein etwas anderes Projekt betrieben: Die CDU will sich die Farbe nicht nur per Bündnispartner von außen holen, sondern zunächst selbst bunter werden. Die Partei will nach FOCUS-Informationen im Bundestagswahlkampf gezielt um Migranten werben. Sie hat dazu ein „Netzwerk Integration“ ins Leben gerufen, das auf dem Parteitag Anfang Dezember sein Konzept vorstellt.

Wir wollen, dass die Sympathiewerte der CDU in dieser neuen, größer werdenden Wählergruppe verbessert werden, erläutert Bülent Arslan, Vorsitzender des neuen Netzwerks, den Kerngedanken, „Hier hat meine Partei noch einiges zu tun.“
Zuwanderer als Schlüsselgruppe für den Sieg? Exoten als Wahl-Joker? Ja, doch nicht nur das, es werden auch unliebige Konkurenten ausgeschaltet.

Alles sieht nach Rot-Grün aus 2013, – nachdem nun Schwarz-Gelb seit einem Jahr nur noch mit sich selbst beschäftigt ist, einen Fettnapf nach dem anderen umstößt – und uns allen die Zerrissenheit einer Koalition zeigt, geführt von einer zaudernden, machtbesessenen Kanzlerin, die inzwischen alle potentiellen Konkurrenten weg biss, verstrickt in ihre immer währenden Machtspielchen.

Und die Roten scharren schon mit den Hufen. Allein, zu früh gefreut; machtgeil, wie sie nun alle nun mal sind, haben sie sich zu früh aus dem Fenster gelehnt. Da präsentiert die SPD einen geldgierigen Raffer, den Lobbyisten der Konzerne, statt eines linken Arbeiterführers.

Denn die grauen Eminenzen hinter den Vorhängen der Macht, haben schon längst eine „Große Koalition“ beschlossen. Somit stören die Grünen irgendwie. Schwarz-Rot ist abgemacht! Basta!

Und siehe da: Plötzlich geschehen „Zeichen und Wunder“, so noch nie beobachtet.
Jetzt werden plötzlich die Grünen auseinander genommen. Der Leser traut seinen Augen kaum.

Berliner-Kurier (16.11.12)

Leitartikel: „Diese Heuchelei passt zum Partei der Grünen“  (Warum fiel Claudia Roth plötzlich in Ungnade?)
Trittins Vater war bei der Waffen-SS“ (Er trat 1941 freiwillig ein und kämpfte noch am 9.5.45 in Ostpreußen! – Dann wurde er zum Antifaschisten)
Grüner Schatzmeister: Gehen Frauen für ihn anschaffen?“ (Ist Christian Goetjes ein Zuhälter?)

So ein Trommelfeuer ist schon ungewöhnlich. Hier läuft das alte Spiel: Alle Politiker haben Dreck am Stecken – aber hier herrscht ein „Gleichgewicht des Schreckens“. Bis wieder mal Köpfe rollen sollen, dann tauchen plötzlich zufällig schlimme Sachen auf. Doch, wer sind die Hintermänner, die das alles organisieren? (Auch Christian Wulff wurde so fertiggemacht, nachdem er nicht mehr so spurte, wie das Establishment wollte.)

Und auf gar keinen Fall soll follgendes passieren:

Jürgen Trittin hat den Job des Vizekanzlers und Finanzministers fest im Blick. Sollte es nach der Bundestagswahl 2013 zu einer rot-grünen oder auch schwarz-grünen Koalition kommen, wird der Fraktionschef wohl der Hüter über das Geld und damit der wichtigste Grüne in der Regierung werden.

Das ist bemerkenswert: Vor vielen Jahren galt Trittin noch als Rüpel, als Hausbesetzer und Ex-Kommunist, der das System stürzen wolle. Über viele Jahre hinweg stand Deutschland bei ihm unter Generalverdacht, überall sah er die Gefahr eines neuen Faschismus heraufziehen.

Seltsam:
Trittin als Vize-Kanzler und Finanzminister? Und erst die Türkenfrage zu Europa!
Die Grünen würden die Beitrittsverhandlungen wieder anfachen und beschleunigen!

Wenn man die verschiedenen Meldungen so liest, fragt man sich: Wie geht das alles zusammen? Hier Pro – Contra dort…